Manchmal kämpfen wir so sehr gegen uns selbst, dass wir gar nicht merken, wie viel Energie dabei verloren geht. Dieser Blogbeitrag zeigt dir, warum Annehmen kein Kuschelkurs ist, sondern der entscheidende Schritt, um inneren Druck loszulassen. Wenn du 2026 mit mehr Klarheit und Leichtigkeit starten willst, ist dieser Impuls genau das Richtige für dich.
Meditationen auf YouTube, Selbsthilfebücher, Coaches – alle sprechen davon, dass wir unsere persönlichen Herausforderungen annehmen müssen. Sobald dies geschehen ist, zündet Phase zwei und wir können das entsprechende Thema loslassen. Ist es so unkompliziert, wie es klingt? Demnach genügen ein bisschen Achtsamkeit und der richtige Atemrhythmus, um dies erfolgreich umzusetzen.
Wir können uns nicht vor uns selbst verstecken
Wie du es dir vielleicht denken kannst, ganz so easy ist es nicht. Die eigene Situation – ohne Beschönigung und Widerstand – so zu sehen, wie sie ist, fordert uns ein großes Maß an Selbstreflexion ab. Tatsächlich wollen wir Dinge, die uns an uns stören, gar nicht so schonungslos ehrlich sehen. Auf der Suche nach Selbstwert und Selbstbestätigung verdrängen wir, dass wir vielleicht nicht so lieb, so klug und so kommunikativ sind, wie wir es gerne glauben würden.
Was wir an uns nicht mögen, lehnen wir ab. Wir gehen damit in den Widerstand. Werden wir dann damit konfrontiert, äußert sich dies in einem Gefühl von Stress, Druck oder innerer Anspannung. Dafür genügt ein ungünstiges Gespräch mit dem Chef, dem Partner oder der Freundin und schon fühlen wir uns getriggert. Doch anstatt zur Ursache des Triggers vorzudringen, machen wir es uns leicht und schieben „die Schuld“ dem Gegenüber in die Schuhe. Schließlich hat er/sie ja dieses schlechte Gefühl hervorgerufen.
Annehmen bedeutet, diesen Kampf zu beenden.
Beim Annehmen geht es darum, den inneren Widerstand aufzugeben. Was wir Tag für Tag als Druck, Anspannung oder Stress wahrnehmen, ist in der Regel nicht der äußere Umstand, sondern der Kampf, den wir mit uns selbst führen. Dieses ständige Ziehen und Zerren, die inneren Diskussionen, der Wunsch, etwas müsste anders sein, als es gerade ist. Oft ist dieser Kampf so eingeübt, dass wir ihn erst als das erkennen, sobald wir ihm eine Pause gönnen.
Um zu erleben, wie sich Loslassen ganz unmittelbar anfühlt, hilft ein Beispiel der buddhistischen Lehrerin Lama Tsültrim Allione:
Balle deine Hände so fest es geht zu Fäusten, halte die Anspannung aus und dann lass los.
Die Übung zeigt in wenigen Sekunden, was wir oft vergessen: Unser Körper weiß ganz genau, wie sich Entspannung anfühlt und kann diese kurzfristig herstellen. Die visuelle Veränderung – von der angespannten Faust zur offenen, gelösten Hand – ist ein Sinnbild dafür, was im Inneren geschieht, wenn der Widerstand nachlässt.
Beim Annehmen geht es darum, den inneren Druck herauszunehmen. Den Moment so zu betrachten, dass Körper und Herz endlich mitkommen können. Loslassen ist ein Bewusstwerden: Was darf bleiben und was gehen? Welche Gedanken, Pflichten, welche alten Geschichten saugen Energie ab, ohne etwas zurückzugeben? Wie machen wir uns klein? Was macht uns frei?
Loslassen ist ein innerer Reset und damit eine wunderbare Inspiration für ein entspanntes 2026…



